I came by to say hi
Künstlerische Ausgestaltung
Intergenerationaler Raum
für Kunstvermittlung
Kunsthalle Osnabrück
2024 bis heute

"Auf Einladung der Kunsthalle Osnabrück hat Julia Miorin einen der Ausstellungsräume der Kunsthalle erstmals in einen künstlerisch konzipierten Vermittlungsraum verwandelt. In Zusammenarbeit mit dem Team der Kunsthalle Osnabrück und einer intergenerationalen Prüfgruppe im Alter von 18 bis 70 Jahren hat sich die Künstlerin gefragt, wie ein Ort des gemeinsamen Lernens und der alterslosen Kreativität aussehen könnte. Entstanden ist ein multisensorischer und haptischer Ort der Gemeinschaftsbildung, der den Rahmen für eine multifunktionale und flexible Nutzung für Schulklassenprojekte, Vermittlungsangebote sowie für diverse Workshops, Begegnungen, Aktivitäten oder Pausen bietet.
Ganz im Sinne von Miorins künstlerischer Handschrift steht die Unterbrechung von Gewohnheiten, das Verlassen von gewohnten, festgetretenen Nutzungen und die Ermächtigung der Besucher:innen, gerade auch bezogen auf den Ort des Museums, im Zentrum ihres räumlichen Vorschlags. Ästhetisch zitieren die einzelnen architektonischen oder künstlerischen Interventionen den öffentlichen Raum. Ein Kiosk, eine Liegewiese, eine Parkbank oder eine Plakatwand verweisen auf gemeinschaftlich genutzte (Kommunikations-)Räume, deren Verwendung auch immer wieder in Veränderung begriffen ist und neu verhandelt werden muss."
(Anna Jehle, Direktorin der Kunsthalle Osnabrück)






Publikation:
Dinge haben sieben Leben
Nine lives of things
Dinge haben sieben Leben / Nine lives of things ist die erste Monografie, die einen Überblick über Julia Miorins bisheriges Schaffen gibt. Vielschichtig begleitet werden die Arbeiten von Texten der Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Dorothee Kimmich, der Schriftstellerin und Fotografin Michèle Yves Pauty und dem Kunstwissenschaftler und Direktor des Kunstmuseums Heidenheim Marco Hompes.

EN
The Semiotic Qualities of Everyday Life
Julia Miorin’s (b. Memmingen, 1989; lives and works in Leipzig) creative practice revolves around the materiality and narrative potential of mundane objects. She questions predetermined interpretations and jettisons conventional conceptual frameworks and pragmatic contexts. The deliberate creation of novel constellations of things—also in relation to the surrounding space—opens the eye to surfaces, colors, forms, and traces of action. Miorin uncovers, transforms, or expands the stories inherent in things: paper towels become a color scale, camping mats pose in rigorously arranged folds, and peanut-butter cookies and tweezers give a tongue-in-cheek account of the ups and downs of interpersonal affairs.
Dinge haben sieben Leben / Nine lives of things is the first monograph to provide an overview of Julia Miorin’s growing oeuvre. The literary and cultural scholar Dorothee Kimmich, the writer and photographer Michèle Yves Pauty, and the art scholar and director of the Kunstmuseum Heidenheim Marco Hompes have contributed multifaceted introductions to the works.

Mit freundlicher Unterstützung von / with kind support by:
Stiftung Kunstfonds
Kulturamt der Stadt Leipzig
Kulturstiftung des Freistaates Sachsen



Gracious Hosts
Künstlerische Ausgestaltung
Meisterhaus Muche
Stiftung Bauhaus Dessau
2023/24
Die Stiftung Bauhaus Dessau hat 2023 internationale Künstler*innen eingeladen, das Meisterhaus Muche und Schlemmer auszustatten. Während Henrike Naumann, Jun Yang, Sol Calero, Anita Leisz, Kang Sunkoo und Steve Bishop jeweils einzelne Räume für das Haus Schlemmer entworfen haben, durfte ich meinen Entwurf für alle 12 Räume des Meisterhaus Muche umsetzen. Da beide Häuser als Residency Orte für Künstler:innen dienen, stand der Aspekt der Gastfreundschaft und der Begegnung im Vordergrund. Ich habe alle Möbel entworfen, Kunstwerke geschaffen, einen großen Teil des Mobiliars selbst gebaut und für einige der Möbel mit Gewerken zusammengearbeitet. Außerdem habe ich Kunstwerke von Künstlerinnen angekauft und im Haus kuratiert. Alles ist raum- übergreifend aufeinander abgestimmt und als Gesamtwerk gedacht.

Meisterhaus Muche/Schlemmer
Masters' house Muche/Schlemmer

Begrüßungsobjekt im Eingangsbereich / Welcoming-object in the entrance area

Dotty reminders, 2024
Eingangsbereich / entrance area, Meisterhaus Muche

Küchendetail / kitchen detail, Meisterhaus Muche
Kunstwerk "Papagallo" von Jana Mertens

Küchenansicht / kitchen view, Meisterhaus Muche
Holzschnitt "Brett 5" von Gala Goebel
Vase von Kerstin Hey




Wohnzimmer / living room, Meisterhaus Muche

Tablett / tray, Meisterhaus Muche
Foto: Thomas Meyer, Ostkreuz


Esszimmer / dining room, Meisterhaus Muche

Vorhang by kvadrat, Meisterhaus Muche
Foto: Thomas Meyer, Ostkreuz

Werkraum / workshop, Meisterhaus Muche


Badezimmer / bathroom, Meisterhaus Muche
Wandarbeit / Wallpiece by Anna Haifisch

Atelierregal / studio shelf, Meisterhaus Muche
